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Operations­verfahren

Grundsätzlich werden zwei unter­schiedliche operative Verfahren unterschieden:

  • Die rein restriktiven Operations­verfahren vermindern nur die Nahrungs­zufuhr (z.B. Magenband).
  • Bei den sogenannten kombinierten (restriktiv und malabsorptiven) Verfahren wird sowohl die Nahr­ungs­­zufuhr als auch die Nahrungs­aufnahme (bzw.- resorption) im Darm eingeschränkt (z.B. Magen­bypass). Dies wird durch die oper­ative Ausschaltung von bestimm­ten Darmabschnitten erreicht.

Dazu summieren sich je nach OP-Verfahren diverse hormonelle Effekte, die den Stoffwechsel positiv beein­flussen. Hierdurch verliert der Körper nicht nur an Gewicht, auch Begleit­erkrankungen (z. B. Zuckerkrankheit) werden deutlich gebessert.

Wir bieten sämtliche operative Verfahr­en zur Gewichtsreduktion in minimal invasiver Technik an.

Vor und nach der Operation werden Sie intensiv von Ernährungsspezialisten begleitet und individuell beraten. Neben medizinischen Voraussetzungen sind der Wille und die Erkenntnis, auch nach der Operation dauerhaft vor allem das Ess- und Bewegungsverhalten zu ändern, entscheidend für eine erfolg­reiche operative Therapie.

Schlauchmagen

Schlauchmagen (Sleeve gastrectomy)

Bei diesem Operationsverfahren entfernen wir einen großen Teil des Magens. Übrig bleibt ein etwa 2-3 cm dicker schlauchförmiger Restmagen mit geringerem Füllungsvolumen, etwa so groß wie eine Banane.

Somit können Sie nur wenig Nahrung auf einmal zu sich nehmen und fühlen sich schneller satt. Gleichzeitig wird durch die Teilentfernung des Magens viel weniger vom „Hungerhormon“ Ghrelin freigesetzt, so dass auch das eigentliche Hungergefühl nach der OP deutlich reduziert ist.

Magenband

Magenband (gastric banding)

Während einer Bauchspiegelung wird ein weiches Kunststoffband um den oberen Teil des Magens gelegt. Der Magen hat nun die Form einer Sanduhr.

Bei den Mahlzeiten sammelt sich schnell die Nahrung im oberen kleineren Magenanteil und wird nur langsam in den unteren Magen weitergeleitet. Daher fühlen Sie sich schneller und für längere Zeit satt.

Im Magenband ist ein kleiner Ballon integriert, der mit Flüssigkeit aufgefüllt (verstellt) werden kann. So kann der Durchlass reguliert und damit die Nahrungsaufnahme gesteuert werden.

Magenbypass

Magenbypass

Der Magen wird hierbei in zwei Teile getrennt: einen kleinen „Vormagen“ und in den größeren Restmagen.

Zusätzlich wird der Dünndarm funktionell verkürzt und mit dem „Vormagen“ neu verbunden und damit so umgeleitet, dass sich die Nahrung und die Verdauungssäfte erst im mittleren Dünndarm vermengen.

Die Nahrungsaufnahme in den kleinen „Vormagen“ und die Nahrungs­verwertungsstrecke im Dünndarm werden hierdurch deutlich reduziert.

Magenballong

Magenballon

Der Magenballon wird während einer Magenspiegelung in den Magen eingebracht. Wenn der Ballon im Magen entfaltet ist, simuliert er eine Füllung des Magens. So wird ein Sättigungsgefühl erzeugt. Es ist unumgänglich, das Ess- und Bewegungsverhalten entsprechend umzustellen.

Das System sollte nicht länger als sechs bis acht Monate im Magen verbleiben. Entfernt wird der Ballon ebenfalls mittels Magenspiegelung.

Nach der Operation

Je nach operativem Verfahren

  • ist nach einem Jahr mit einem Verlust des Übergewichtes von bis zu 60% zu rechnen
  • erfolgt die größte Gewichts­abnahme innerhalb der ersten 6-12 Monate
  • stabilisiert sich das Gewicht in 18-24 Monaten
  • gehen gewichtsbedingte Begleiterkrankungen zurück oder verschwinden ganz
  • ist eine lebenslange Substitution von Vitaminen, Mineralstoffen und Nahrungszusätzen notwendig.